Bundesfreiwilligendienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Reichertshofen: im Interview mit Raphael Ottinger
Hallo Raphi, seit 1. September 2025 bist du im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes bei der Feuerwehr Reichertshofen beschäftigt. Lass uns über deine Entscheidung und die bisherigen Eindrücke sprechen:
Wie bist du eigentlich darauf gekommen, dich für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Feuerwehr zu bewerben?
Da meine Eltern beide aktive Mitglieder in der Feuerwehr Reichertshofen sind, bin ich früh damit in Kontakt gekommen. Daraus entwickelte sich meine Leidenschaft zur Feuerwehr und es war für mich quasi eine Selbstverständlichkeit, der Jugendfeuerwehr beizutreten, der ich seit meinem 12. Lebensjahr angehöre. Das war bereits 2021.
Für mich ist der BFD eine sehr gute Möglichkeit, die Zeit bis zum Beginn meiner Ausbildung sinnvoll zu überbrücken aber vor allem etwas zu tun, das einen echten Mehrwert für mich und für die Gesellschaft hat. Der Bundesfreiwilligendienst bei der Feuerwehr verbindet genau das was mir gefällt: praktische Arbeit, Teamgeist und spannende Einblicke in einen möglichen späteren Berufsweg. Außerdem finde ich es super, Teil einer Organisation zu sein, die auf Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung setzt.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
Wir beginnen unseren Arbeitstag um 7:00 Uhr und arbeiten bis 16:30 Uhr. Die Arbeit findet überwiegend im Feuerwehrhaus Reichertshofen statt. Teilweise sind wir auch in den anderen drei Gerätehäusern in Hög, Langenbruck und Winden tätig, je nach dem was gerade zu tun ist.
Welche Aufgaben übernimmst du aktuell in deinem Dienst?
In erster Linie unterstütze ich den hauptamtlichen Gerätewart Martin bei seinen vielfältigen Aufgaben. Dazu gehört vor allem die Dokumentation von durchgeführten Prüfungen, die Pflege von Gerätschaften, die Pflege und Wäsche der Einsatzkleidung, die regelmäßige Prüfung der akkubetriebenen Geräte sowie das Einpflegen sämtlicher feuerwehrtechnischer Gerätschaften in das Verwaltungsprogramm MP-Feuer für die vier Feuerwehr des Marktes. Zudem gehören organisatorische Tätigkeiten für die Kommandanten Jürgen und Michael zum festen Bestandteil. Neben den turnusmäßigen Arbeiten entlaste ich die aktive Mannschaft bei der Einsatzort- und Nachbearbeitung und unterstützen bei der Vorbereitung von Übungen. Diese vielfältigen Aufgaben geben mir einen sehr interessanten Einblick in die Abläufe der Feuerwehr und sind für mich eine sinnvolle Tätigkeit.
Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit?
Besonders schätze ich das sehr gute Miteinander, vor allem die Zusammenarbeit mit Martin. Das Arbeiten im Team macht mir großen Spaß und ich fühle mich gut aufgenommen. Jeder Tag bringt neue Aufgaben und Abwechslung mit sich.
Gibt es Weiterbildungen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes?
Ja, regelmäßig finden Seminare für Bundesfreiwilligendienstleistende in Spiegelau statt. Dort geht es unter anderem um Bildung, politische Aufklärung, Teambuilding und viele weitere interessante Themen. Besonders schön ist der Austausch mit anderen „Bufdis“. Die Seminare sind sehr abwechslungsreich, lehrreich und eine tolle Ergänzung zur praktischen Arbeit bei der Feuerwehr. Insgesamt sind es 5 Seminare mit je einer Woche, welche sich auf das Jahr des Dienstes verteilen.
Was würdest du anderen jungen Menschen raten, die in Erwägung ziehen, ihren BFD bei der Feuerwehr zu leisten?
Wer Lust auf Abwechslung, Teamgeist und sinnvolle Aufgaben hat, sollte zur Feuerwehr gehen. Man bekommt spannende Einblicke, erlebt Kameradschaft und tut gleichzeitig etwas Gutes. Dies gilt sowohl für den BFD sowie auch für das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr oder sonst einer Blaulichtorganisation.
Danke für deine spannenden Einblicke!
Wir wünschen dir weiterhin viel Freude und Spaß bei deiner Arbeit in der Reichertshofener Feuerwehr.

TN

