154 Einsätze und vieles mehr ...
FF Reichertshofen lässt Jahr 2010 Revue passieren
Reichertshofen (chn) – Auf 154 Einsätze und viele andere Ereignisse im vergangenen Jahr blickte die FF Reichertshofen kürzlich im Rahmen der Jahreshauptversammlung zurück. Dabei wurde u.a. auch der Großbrand in der Stockauer-Mühle nochmals beleuchtet. Als Gäste waren nicht nur die örtliche Politik- an der Spitze Bürgermeister Franken- erschienen, sondern auch der neue Kreisbrandrat Armin Wiesbeck, Kreisbrandinspektor Willi Kellerer sowie die beiden Kreisbrandmeister Christian Nitschke und Klaus Reiter.
Kommandant Christian Bichler wies in seinem Tätigkeitsbericht auf 154 Einsätze hin. 63mal leistete man davon technische Hilfe und bei 25 Alarmen handelte es sich um reine Brandeinsätze. Den Rest waren 11 Sicherheitswachen, 41 Sonstiges und 13 Fehlalarme. Im Laufe seines Vortrages verwies Bichler auf einige der größeren Einsätze, wie z.B. den Brand des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Stockau, oder einen Zimmerbrand im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe in Baar-Ebenhausen, bei dem leider ein Todesopfer zu beklagen war. Gut funktioniert jetzt die Kommunikation und Zusammenarbeit mit der Verwaltung, wie Bichler ausführte, und gleichzeitig an Bürgermeister Franken seinen Dank aussprach. Im Bereich der Ausbildung war der Kommandant stolz berichten zu können, dass die FF Reichertshofen als Erste Feuerwehr des Landkreises Pfaffenhofen die Leistungsprüfung THL nach den neuen Richtlinien abhielt. Zudem prägten etliche Übungen und Ausbildungsstunden das Aktivenjahr 2010, wofür er den Feuerwehrfrauen und –männern sehr herzlichen Dank und einige persönliche Worte für gesamt 3485 Stunden entgegenbrachte.
Bürgermeister Franken dankte in seiner Laudatio allen Feuerwehrkräften sehr herzlich für das gelebte Engagement und bezeichnete die geleistete Arbeit in zweierlei Hinsicht als unbezahlbar. Stolz war Franken mitzuteilen, dass das bestellte HLF 20/16 schon wesentlich früher als geplant fertiggestellt wird, und aller Wahrscheinlichkeit nach bereits im April zur Auslieferung kommen kann.
Mit Spannung erwartet wurde die Ansprache des neuen Kreisbrandrates Armin Wiesbeck, der sich den lobenden Worten seiner Vorredner anschloss und auch sein grundlegendes Motto darlegte.“Wir wollen bei den Feuerwehren miteinander sprechen und nicht übereinander“ sagte Wiesbeck, wofür er sofort Beifall erntete. Damit antwortete er auf die in Vergangenheit teils kritisch betrachteten Entscheidungen des Ende Januar ausgeschiedenen Kreisbrandrates Karl Eder, welche in Reichertshofen vor allem bei der Fahrzeugkonzeptionierung nicht nachvollzogen werden konnten. Er führte deutlich aus, dass er als Kreisbrandrat das Gespräch mit seinen Feuerwehrkommandanten suche und gemeinsame Lösungswege bei etwaigen Problemen gesucht und angestrebt werden.

Als krönender Höhepunkt der Jahreshauptversammlung, standen auch Personalien an. Die fast schon nebenbei und nicht wirklich aus der Routine gebracht von einem kleinen Brandeinsatz unterbrochen wurde. Die Beförderung zum Löschmeister erhielt Bernhard Gruber, für 10 Jahre aktiven Dienst geehrt wurden Jasmin Hammerschmidt und Robert Heubeck. Zu Ehrenmitgliedern wurden Helmut Lösel senior und Michael Ottowitz ernannt. Beide waren vor allem in den 1970er bis 1990er Jahren sehr aktiv für die Reichertshofener Feuerwehr tätig. Helmut Lösel z.B. war jahrelang Jugendwart und stellvertretender Kommandant, Ottowitz war über ein Jahrzehnt lang Kassier und als Führungsdienstgrad im aktiven Dienst tätig. Neben dem besonderen Dank der Feuerwehrführung schlossen sich auch Bürgermeister Franken und Kreisbrandrat Wiesbeck den Glückwünschen an.
FF Reichertshofen
