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Gründung bist zum 2. Weltkrieg

Am 07.12.1872 gründeten vierzig Bürger des Marktes Reichertshofen die Freiwillige Feuerwehr Reichertshofen.

Zuvor hatte man im Markt mit Hilfe aller einsatzfähigen Männer den Feuerschutz wahrgenommen.

Bei der Gründungssitzung wurde in geheimer Wahl als Feuerwehrhauptmann Dr. Hohenleitner, als sein Adjutant Gustav Maier und als Zeugwart Josef Dilser jun. gewählt. Als Zugführer für den Steigerzug stellte man den Bürger Wallner, für die Spritzenmannschaft den Bürger Kugler und für die Ordnungsmannschaft den Bürger Gruber auf.

Nach der Vereinsgründung besichtigte man das bisherige Feuerwehrgerätehaus, das Anwesen in der Herrnstraße, in dem früher die Schule untergebracht war. Man schlug daraufhin notwendige bautechnische Änderungen und den Bau eines Steigerturms, sowie die Inventarisierung des bis dahin der Marktgemeinde gehörenden Feuerlöschgerätebestandes vor. Als Grundstock für eine Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr konnte man vom Markt eine Saug- und Druckspritze mit Zubehör, eine komplette alte Druckspritze, Schlauchmaterial und sonstige Feuerwehrausrüstungen übernehmen.

Die Neugegründete Feuerwehr entwickelte eine bemerkenswerte Aktivität. Der gewünschte Ausbau des Feuerwehrgerätehauses in der Herrnstraäe wurde vollzogen, ebenso der endgültige Ausbau des Feuerbachs im Markt und Anfang 1881 konnte eine neue Schiebeleiter für den Steigerzug angeschafft werden.

1888 gründete die Wehr einen Sterbekassenverein, dem sofort 21 Mitglieder beitraten, der aber 1973 wegen zwischenzeitlicher Unaktualität aufgelöst wurde.

Die Tätigkeit der Feuerwehr erschöpfte sich aber nicht nur in der Abhaltung von Übungen und gutem Abschneiden bei Inspektionen. Es ist sehr bemerkenswert, daß sich die zahlreichen Brandeinsätze keineswegs nur auf den Markt selbst beschränkten, sondern wie aus dem alten Protokollbuch hervorgeht, sehr häufig der Einsatz der Wehrmänner in den umliegenden Ortschaften erforderlich wurde.

1903 in der Mühle Stockau

1903 in der Marktmühle

Zum Großeinsatz musste die Feuerwehr Reichertshofen am 10. September 1895 ausrücken, als am frühen Nachmittag des heißen Spätsommertages ein verheerendes Großfeuer den östlichen Teil des Marktes einäscherte und 32 Gebäude, darunter allein vierzehn Wohnhäuser den Flammen zum Opfer fielen. Weitere Großeinsätze der der Wehr waren am 29. Juni 1873 beim Brand der Roggenmühle in der Stockau, und, noch gut in Erinnerung der älteren Bürger, beim verheerenden Brand der Stockau-Mühle am 19. Oktober 1938 nötig.

Die beiden Weltkriege brachten es mit sich, dass mancher Feuerwehrmann zum Militärdienst einrücken musste, doch dafür nahmen ältere Feuerwehrkameraden die verwaisten Plätze in der Wehr ein. Im allgemeinen blieb der Markt Reichertshofen aber in Kriegszeiten weitgehend von Brandschäden und Bombardierungen verschont.
Am 13. Mai 1923 beging die Freiwillige Feuerwehr Reichertshofen ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum, an dem noch die Gründungsmitglieder Ferdinand Wallner senior, Josef Dilser senior, F. Resch, Johann Forster, Xaver Massenhauser und Vinzenz Schweigard teilnehmen konnten.

Am 30.05.1935 stellte man im Markt Reichertshofen bei der Freiwilligen Feuerwehr die erste Motorspritze vom Typ TS 8/8 Magirus in Dienst.

Löschgruppe 1935

Löschgruppe 1935

Ab dem 2. Weltkrieg bis 1978

Nach dem 2. Weltkrieg begann man ab 1945 mit dem Neuaufbau der Wehr im Markt. 1948, als die Mitgliederzahl bereits 252 Mann betrug, baute man auf dem Schloßberg, im Anbau des damaligen Gemeindekrankenhauses einen Schlauchturm, schuf weitere Feuerlöschstellen im Ortsbereich und setzte 1949 den Ausbau der Wehr fort, deren Mitgliederzahl jetzt bereits 288 Mann betrug.
Die Ausrüstung der Wehr konnte, dank der anerkennenswerten Unterstützung seitens der Marktgemeinde, weiter verbessert und den Anforderungen entsprechend ergänzt werden.

Gruppenfoto 1952

Gruppenfoto 1952

Feuerwehrgerätehaus in der Herrnstraße

Feuerwehrgerätehaus in der Herrnstraße

1954 stellte die Feuerwehr den Tragkraftspritzenanhänger TSA (Ziegler- Motorspritze), anstelle der alten TS 8/8, in Dienst. 1961 wurde der Tragkraftspritzenanhänger durch das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF (Ford Transit) ersetzt.
Am 07.08.1956 fand, zugleich mit der Weihe der neuen Standarte, das 85-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Reichertshofen statt.

Gruppenfoto 1956

Gruppenfoto 1956

Foto 1956

Foto 1956

Für den Katastrophenschutz erhielt die Feuerwehr bereits im Juni 1965 ein ZB - Feuerlöschfahrzeug vom Typ VLF (TS2/5), das später gegen ein TLF 8 umgetauscht wurde.
Inzwischen zeigte das alte Feuerwehrgerätehaus in der Herrnstraße so starke Schäden, dass es mit Reparaturen nicht abgetan sein konnte. Mit Hilfe der Marktgemeinde konnte ein schon lang gehegter Wunsch der Feuerwehrmänner in Erfüllung gehen: Am 8. Juni 1969 konnte das neue Feuerwehrgerätehaus in der Gartenstraße feierlich eingeweiht werden.

Feuerwehrgerätehaus in der Gartenstraße ab 1969

Feuerwehrgerätehaus in der Gartenstraße ab 1969

Das Feuerwehrhaus konnte drei Feuerlöschfahrzeuge aufnehmen, die auch dort gewartet werden konnten. Ein Unterrichtsraum für die Wehrmänner war vorhanden, und im Keller befand sich eine Schlauchwaschanlage.
Aufgrund der Stärke und Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Reichertshofen wurde sie 1969 mit in die Alarmpläne zum Schutz der Tal-Pipeline einbezogen und danach ließ die Aufwertung der Feuerwehr Reichertshofen zur Stützpunktfeuerwehr auch nicht mehr lange auf sich warten.

Leistungsprüfung 1961

Leistungsprüfung 1961

Löschgruppe 1966

Löschgruppe 1966

Am 21.12.1970 erhielt die Wehr ein Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/24 (Aufbau Ziegler).
Als sich 1971 die Nachbargemeinde Gotteshofen dem Markt Reichertshofen anschloss, übernahm die Reichertshofener Feuerwehr die dortige Wehr und damit den Feuerschutz über die neuen Gemeindeteile Gotteshofen, Wolnhofen und Starkertshofen.
1972 beging die Feuerwehr Reichertshofen ihr 100-jähriges Jubiläum. In den vergangenen hundert Jahren ihres Bestehens rückte die Feuerwehr zu insgesamt 110 Brandeinsätzen aus. Davon leistete man allein im Markt in 65 Fällen Hilfe und die restlichen 45 Fälle waren Hilfeleistungen in den umliegenden Nachbargemeinden.

100 jähriges Gründungsfest 1972

100 jähriges Gründungsfest 1972

Am 21.04.1975 wurde der Fahrzeugpark mit einem Löschgruppenfahrzeug LF8/TS schwer (Aufbau Ziegler) ergänzt.
Dank der steten Einsatzbereitschaft der Floriansjünger und der optimalen Ausrüstung konnte auch in den inzwischen vergangenen zwanzig Jahren bei vielen Brandeinsätzen und technischer Hilfe wirksam eingegriffen werden:
Beim Brand in der Südschrott (Shredder) in Ebenhausen - Werk vom 14.-15.05.1976 waren mit dem TLF 16, dem LF 8 und dem TLF 8 (mit Einsatz aller vorhandenen 9 Atemschutzgeräte) 48 Männer eingesetzt.

Brand 30.10.1976 Elfinge

Brand 30.10.1976 Elfinge

Am 02.11.1976 wurden beim Brand in der Stockau- Mühle mit dem TLF 16 und dem LF8 insgesamt 25 Wehrmänner eingesetzt.
Beim Giftgasalarm, der am 18. April 1977 durch einen undichten Tanklastwagen im Bereich des Ziegelwöhr ausgelöst wurde, verhinderte ein siebenstündiger Einsatz der Feuerwehr eine Giftgaskatastrophe.
Am 04. - 05.06. 1977 wurde die Feuerwehr Reichertshofen mit 40 Mann, dem TLF 16, dem LF 8 und dem TLF 8 beim Scheunenbrand im Anwesen Paul Schweigard, Paarstraße 8, eingesetzt.

Scheunenbrand 04. - 05.06.1977 Schweigard

Scheunenbrand 04. - 05.06.1977 Schweigard

Einen großen Rahmen im Ausbildungs- und Schulungsprogramm der Feuerwehr Reichertshofen nehmen auch
die regelmäßigen Abhaltungen von Leistungsprüfungen ein. Einen besonderen Erfolg konnten die Feuerwehranwärter der Reichertshofener Wehr, die für den Landkreis Pfaffenhofen/Ilm antraten, beim Wettbewerb der oberbayerischen Jugend am 20.09.1978 in Mühldorf mit der Erringung des 1. Platzes erzielen.

Von 1978 bis 1989

Ein Großbrand entstand im Ortsteil Wolnhofen bei den Landwirten Bergwinkel und Meier. Vom 26. - 27.09.1981 wurden 38 Feuerwehrler mit dem TLF 16, dem LF8 und dem TLF 8 zur Brandbekämpfung eingesetzt. Unterstützt wurden die Reichertshofener von den Feuerwehren aus Ebenhausen, (35 Mann/LF 16 und TSF), Hohenwart (21 Mann/LF8 und TSF) und Pörnbach (11 Mann/TSF).
Nachdem die Reichertshofener Feuerwehr im Jahre 1979 eine Rettungsschere und einen hydraulischen Spreitzer erhielt, nahmen die Einsätze zur technischen Hilfeleistung zu. 1982 feierte man vom 04. bis 06. Juni das 110-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe, an dem über 100 Vereine teilnahmen.

Durch beengte Platzverhältnisse und zur Unterbringung der landkreiseigenen Ölsperre wurde 1983 das Feuerwehrgerätehaus erweitert. Der ca. 50qm große Anbau wurde an der Rückseite des Gebäudes errichtet.
Im Februar 1985 wurde die Feuerwehr Reichertshofen zu einer Massenkarambolage auf die A9 zwischen Langenbruck und dem Dreieck Holledau (Richtung München) alarmiert, bei der über 50 Fahrzeuge ineinander rasten. Es mussten mehrere Verletzte und Tote aus den Autowracks gerettet bzw. geborgen werden.

Kurze Zeit später bot sich an fast gleicher Stelle den Feuerwehrmännern ein grauenvoller Anblick . Ein Omnibus mit englischen Musikern fuhr auf einen Tanklastzug auf. Brennbare Flüssigkeit lief durch die Windschutzscheibe in den Innenraum des Busses und entzündete sich sofort. 19 Musiker konnten nur noch tot aus dem Bus geborgen werden.
Durch die Anzahl der Einsätze, die sich jährlich erhöhte, benötigte die Feuerwehr eine Vielzahl von Einsatzgeräten für die verschiedenen Aufgabenstellungen. Aus diesem Grund wurde 1985 ein LF 16/12 (1200 Liter Wassertank) bestellt, das man am 04.10.1987 weihte. Das TLF 8 wurde der Ortsteilfeuerwehr Langenbruck zur Verfügung gestellt.
Im Jahre 1986 beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig, den Verein "Freiwillige Feuerwehr Reichertshofen" in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Auch einer Satzungsänderung wurde zugestimmt. Die Vereinssatzung ist dann am 24.04.1987 in Kraft getreten.

ab 1990 bis 1999

In der Generalversammlung 1990 stellte sich der langjährige Vorstand Martin Weingartner nicht mehr zur Wahl. Christian Wolff wurde als neuer Vorstand gewählt, sein Stellvertreter wurde Christian Bichler.
Die Jahre 1991 und 1992 stellten an die Feuerwehr recht hohe Ansprüche, so z.B. am 20. Februar 1991; Bei einem Massenunfall auf der A9 Richtung München verkeilten sich 116 PKW und LKW ineinander. Mit fünf anderen Feuerwehren wurde in einem fünfstündigen Einsatz so mancher Verletzte gerettet.

Am 16. Juli 1991 wurde die Feuerwehr Reichertshofen zur Unterstützung der Feuerwehr Pörnbach zum Brand einer Autowerkstatt in Pörnbach alarmiert. Es wurden das TLF 16, LF 16, LF 8 mit insgesamt 32 Mann eingesetzt. Des Weiteren wurden die Feuerwehren aus Langenbruck und Hohenwart zu diesem Einsatz gerufen. Vom 08.-09.08.1991 entstanden nach starkem Sturm und Regenfällen im gesamten Marktbereich äberschwemmungen. Es wurden 61 Kellerräume ausgepumpt. Von der Reichertshofener Feuerwehr waren 32 Mann mit TLF 16, LF 16, LF 8 und vier Privat- PKW im Einsatz. Tatkräftige Unterstützung erhielt man von den Feuerwehren Baar und Ebenhausen sowie dem THW Pfaffenhofen.

Beim Brand im Anwesen Thaller wurden vom 03. bis 04.07.1992 105 Mann eingesetzt. Zu diesem Großbrand wurden folgende Feuerwehren zur Unterstützung gerufen: FF Baar, FF Ebenhausen, FF Hög sowie die FF Langenbruck.
Des Weiteren wurden 1992 Richard Pfaffel zum Kommandant, sowie Franz Thaller zum Stellvertreter gewählt.
Im März 1993 erhielt die Feuerwehr Reichertshofen im Tausch gegen das TLF 8 vom Autohaus Raab einen restaurierungsbedürftigen, zehn Jahre alten Nissan Patrol. In 500 Arbeitsstunden wurde ein einsatzfähiges Mehrzweckfahrzeug (MZF) daraus errichtet. Das MZF wurde zeitgleich mit dem neuen Feuerwehrhaus geweiht, und der Bevölkerung an einem Tag der offenen Tür vorgestellt.
Neben der normalen Leistungsprüfung wurde 1993 erstmals eine Leistungsprüfung für technische Hilfeleistung abgehalten.
Das Jahr 1994 war für die Feuerwehr Reichertshofen alles andere als langweilig:
Am 13.04.1994 wurde im ganzen Landkreis Pfaffenhofen Katastrophenalarm gegeben. Wegen anhaltender Regenfälle wurden alle Feuerwehren alarmiert und in Bereitschaft versetzt. Die Flüsse Paar und Ilm traten über die Ufer.
In Reichertshofen, Gotteshofen, Wolnhofen und Starkertshofen wurde die Bevölkerung mit Durchsagen über die Fahrzeuglautsprecher vor dem erwartendem Hochwasser gewarnt. Im Bauhof wurden Sandsäcke von der Feuerwehr gefüllt, und an die Betroffenen verteilt. Am schlimmsten traf es den Ziegelwöhr, Gotteshofen und Starkertshofen, wobei in Starkertshofen 2 Wohnhäuser nur noch mit dem Schlauchboot zu erreichen waren.

Am 15.04.1994 wurde die Feuerwehr Reichertshofen nach Vohburg gerufen. Es drohte der Damm zu brechen, des Weiteren musste auch eine Ölsperre eingebracht werden. Insgesamt wurden 72 Keller ausgepumpt und 5000 Sandsäcke gefüllt. Der Katastrophenalarm wurde dann am 17.04.1994 wieder aufgehoben.
Kurz nach dem Katastrophenalarm wurde dann das neue Feuerwehrgerätehaus in der Münchner Straße eingeweiht. Zur Einweihung am 23.04.1994 waren 400 Ehrengäste geladen. Das neue Feuerwehrhaus verfügt über zahlreiche technische Einrichtungen. So sind Einsatzzentrale, Atemschutzpflegestelle, Schlauchwaschanlage vorhanden. Die Einsatzzentrale hat sich bereits beim Katastrophenalarm bestens bewährt. Das Feuerwehrhaus kann 5 Fahrzeuge aufnehmen, ebenso ist eine Waschhalle vorhanden. Für Übungen stehen ein Schlauch- und Übungsturm sowie ein Übungshof zur Verfügung,. Am 24.04.1994 wurde dann das neue Feuerwehrhaus der Bevölkerung in einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Dieser Tag der offenen Tür kam bei den Bürgern sehr gut an.

Ein trauriges Weihnachten brachten zwei Einsätze am 24.12.1994: Gegen 8 Uhr morgens wurde die Feuerwehr Reichertshofen zu einem Wohnhausbrand in die Margarethenstraße 13 gerufen. Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Vor Ort stellte sich heraus, daß sich noch zwei Personen im Gebäude befinden. Der 38jährige Hausbesitzer und sein 5jähriger Sohn konnten nur noch tot geborgen werden.
Gegen 17 Uhr, kurz nach Beendigung des vorherigen Einsatzes, wurde die Feuerwehr Reichertshofen nochmals alarmiert. Es wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen auf der A9 Richtung Nürnberg gemeldet. Zwei Personen mussten mit dem Rettungsspreitzer befreit werden, drei Insassen erlagen ihren schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle.
Im Einsatzjahr 1994/95 wurden die Reichertshofener Floriansjünger zu 81 Einsätzen gerufen.

Am 03.05.1996 wurden die Feuerwehren Reichertshofen und Langenbruck zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gerufen, der sich auf der B300 in Höhe Ronnweg ereignete. Eine Person musste mit dem Rettungsspreitzer befreit werden. Der am Unfall beteiligte LKW kam beim Ausweichmahnmanöver von der Fahrbahn ab, kippte um, und rutschte die Böschung hinunter. Die Polizei stellte fest, dass sich im LKW und im Anhänger ca. 25 Fässer Wasserstoffperoxyd (UN 2014) 35% befanden. Die Fässer waren jedoch bis auf wenige Rückstände leer, 2 Fässer waren beschädigt. Unter schwerem Atemschutz wurden die Behälter auf einem Container verladen und zur GSB- Ebenhausen gebracht.

Ein weiterer schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 22.06.1996 auf der B13-Abzweigung B300 Höhe Starkertshofen. Ein PKW fing Feuer, 2 Insassen verbrannten. Während der brennende PKW abgelöscht wurde, befreiten die Feuerwehrler eine eingeklemmte Person im anderen Unfallbeteiligten PKW. Bei zwei Schwerstverletzten wurde Erste Hilfe geleistet. Die beiden verbrannten Personen mussten mit Hilfe von Rettungsschere und -Spreitzer geborgen werden.

1997 konnte man von 27. bis 29. Juni bei herrlichem Wetter das 125 jährige Gründungsfest der Reichertshofener Floriansjünger durchführen. Am Sonntagnachmittag scharten sich ca. 80 Vereine durch die Straßen des Marktes, und demonstrierten der Bevölkerung was es heißt, ein Team zu sein.

Logo zum 125 Jährigen Gründungsfest

Logo zum 125 Jährigen Gründungsfest

Im Oktober desselben Jahres konnte von der Freiwilligen Feuerwehr Fischbachtal (Hessen) ein gebrauchtes LF 16-TS erstanden werden, dass unser LF 8, dass an die FF Hög abgegeben wurde, ablöste. Im September 1998 wurde von der Bahnfeuerwehr Hof ein LF 24 ersteigert, um dass bereits 28 Jahre alte TLF 16-24 zu ersetzen. Doch damit kein Ende: Beim Pfingsthochwassereinsatz 1999 musste die Feuerwehr Reichertshofen ihren ELW Nissan Patrol aufgrund eines technischen Defekts außer Dienst stellen, der im September durch einen vom Verein selbst finanzierten Audi A 4 Avant ersetzt werden konnte. Im Oktober darauf, konnte der Verein mit Unterstützung der Marktgemeinde Reichertshofen eine gebrauchte Drehleiter DLK 23-12 von der FF Esting (Olching, Lks. Fürstenfeldbruck) beschaffen, da ein solches Fahrzeug aufgrund des stetig wachsenden Gewerbegebietes unerlässlich worden war.

In der Jahreshauptversammlung 1999 wurde Roland Müller als 2. Vorsitzender an die Spitze des Feuerwehrvereins gewählt. Im Mai 2000 wurde der bisherige 1. Vorsitzende Dieter Lindenmeier als Nachfolger des zurückgetretenen langjährigen 1. Kommandanten Richard Pfaffel gewählt. Da der Posten des 1. Vorstandes nun wieder gefüllt werden musste, wählten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Reichertshofen in der Jahreshauptversammlung 2000, die am 27.01.2001 stattfand, Christian Nitschke zum 1. Vorsitzenden der FF Reichertshofen.

Die Vervollständigung ab 2001 bis 2008 wird gerade erarbeitet.

 
Die letzten drei Einsätze
07.02.2012, 11:50 Uhr verunfalltes Streufahrzeug  mehr ...
07.02.2012, 11:30 Uhr LKW- Unfall  mehr ...
07.02.2012, 09:15 Uhr PKW gegen Stromverteilerkasten  mehr ...
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